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Waffen & Rüstungen des Bayerischen Nationalmuseums in München

Eines kann man Vorweg sagen, die umfangreichste Sammlung an Rüstungen & Blankwaffen findet sich im Bayerischen Nationalmuseum nicht – einen Besuch sollte man dem Museum in München aber dennoch unbedingt abstatten!

Gegründet wurde das Museum bereits 1855 von König Maximilian II. höchstpersönlich und musste schon 1900 aufgrund von Platzmangel in den ursprünglichen Räumlichkeiten an der Maximilianstraße in den Neubau in der Prinzregentenstraße ausweichen, in dem heute auf rund 13.000m2 Kunsthandwerk aus dem frühen Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ausgestellt ist.

Mittelalter-Enthusiasten kommen dort kulturgeschichtlich auch abseits von ritterlichem Handwerkszeug voll auf ihre Kosten. Besonders fasziniert haben mich vor allem die detailgetreuen Stadtmodelle (von München, Straubing, Landshut, Ingolstadt, Burghausen & einem fiktiven Jerusalem) des Drechslermeisters Jakob Sandtner aus dem späten 16. Jahrhundert, die uns einen einzigartigen Blick auf das bayerische Stadtbild in der frühen Neuzeit ermöglichen.

Das Herzstück des Museums bildet aber für mich natürlich der Rittersaal, in dem sich beinahe alle Rüstungen, Blank- & Schusswaffen des Museums an einem Ort versammelt und würdig aufgestellt finden. Die Kollektion geht zum größten Teil auf die persönliche Rüstkammer der Wittelsbacher zurück und umfasst hauptsächlich spätmittelalterliche wie frühneuzeitliche Exponate, mit einem für mich wunderbar gesetzten Schwerpunkt auf Wehren aus dem 16. Jahrhundert.

Und wie oben schon erwähnt: die Menge reißt das Bayerische Nationalmuseum nicht heraus – sehr wohl aber die Qualität der Präsentation. Die Vitrinen sind modern gestaltet, schlicht gehalten und präsentieren sich stilvoll. Sie verfügen über sehr gute Beleuchtung im Inneren der Glasscheiben, was unnötig störende Reflektionen beim Betrachten vermeidet. Dabei wird den einzelnen Ausstellungsstücken stets der nötige Platz gelassen, den sie für ihre Wirkung benötigen, gleichzeitig werden die Exponate aber sinnzusammenhängend gruppiert ausgestellt. Die dazugehörigen Infotafeln bieten den Besucher*Innen alles an wünschenswerter Information, die für durchschnittliche HEMAisten vielleicht hier und da noch um einiges tiefer gehen könnte, Laien aber einen guten ersten Einblick in die Materie bietet. Enttäuschend war leider nur der Museumsshop, zu Blankwaffen- oder Rüstungskunde wird man dort bis auf ein paar Postkarten mit Bildern der Sammlung nicht fündig. Ich hatte zumindest das Glück, als Restposten ein viersprachiges Lexikon der Gefäßwaffen abzustauben (der Literaturhinweis findet sich in den Quellen unten).

Zu 29 Waffen & Rüstungen gibt es einen eigenen Eintrag in der Online-Objektdatenbank des Bayerischen Nationalmuseums, zugänglich über den Link hier. Dort finden sich alle Infos (auch auf Englisch) zu den Exponaten, die wir auch auf den Hinweistafeln direkt im Museum bekommen – die Online-Vorstellung von mehr Ausstellungsstücken in dieser Kategorie, zusätzliches Fotomaterial & weiterführende Literaturempfehlungen wären da für wirklich interessierte Personen natürlich ein Traum, aber vielleicht fließt hier ja in den nächsten Jahren noch etwas Arbeit hinein (die Homepage könnte, wie viele Museumsseiten, generell ein Update vertragen – die Instagram-Seite des Museums wird dafür aber regelmäßig mit informativen Inhalten bespielt).

Herausstechend ist vor allem auch der relativ hohe Anteil an Stangenwaffen im Rittersaal, neben den Hellebarden & Glefen haben es mir hier in erster Linie die wunderschönen Partisanen angetan! Ich werde euch in Folge jetzt noch ein paar meiner liebsten Ausstellungsstücke im Detail zeigen & euch unten mit der vollständigen Galerie meiner Fotos beglücken!

Fazit: Wenn man schon in München ist, sollte man um das Museum keinesfalls einen Bogen machen und sich das Ganze in zwei, drei Stunden gemütlich ansehen. Danach am besten gleich nebenan in den Englischen Garten auf einen erfrischenden Liter bayerisches Bier!



Harnischgarnitur des Wolf Dietrich von Raitenau

Mailand, ca. 1587



Stangenwaffen

Hellebarde, Partisane, Runka, Glefe, Spetum, Mordaxt, Bartaxt

Deutsch, alpenländisch & italienisch, 15. & 16. Jahrhundert



Langschwerter

Langschwerter, deutsch/süddeutsch, Mitte/Ende 15. Jahrhundert

Jagdschwert, süddeutsch, Ende 15. Jahrhundert



Einhändige Schwerter

Deutsch, süddeutsch, italienisch, frühes bis mittleres 16. Jahrhundert



Galerie



Quellen & weiterführende Links:

  • Puype, Jan Piet, Piet De Gryse and Dr. Alfred Geibig (Hrsg.), Lexikon of Hilted Weapons in Four Languages / Viersprachiges Lexikon der Gefäßwaffen / Viertalig Lexikon van den gevestwapens / Lexique quadrilingue des armes de main, d`estoc et de taille. Deutsch – Nederlands – Francais – English. (Sonnefeld, Louis Hofmann Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG, 2006)
  • Bayerisches Nationalmuseum auf Instagram, https://www.instagram.com/bayerisches.nationalmuseum/
  • Bayerisches Nationalmuseum auf YouTube, https://www.youtube.com/user/BayNatMuseum
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